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BLB Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Siegen (ots) - Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW),
überlässt der Stadt Siegen die Fürstengruft im Unteren Schloss für
öffentliche und touristische Zwecke: Heute (Mittwoch, 9. Oktober
2019) unterzeichneten Stadtrat Arne Fries, Kulturdezernent der Stadt
Siegen, und Helmut Heitkamp, Leiter der zuständigen Dortmunder
Niederlassung des BLB NRW, einen entsprechenden Nutzungsvertrag.
Helmut Heitkamp freut sich: "Sehr gerne unterstützen wir als
Eigentümer der Fürstengruft das Ziel, die Ruhestätte als Teil der
Stadtgeschichte für die Bürgerinnen und Bürger zugänglicher und die
Grabstätte zu einem musealen Ort zu machen."

Mit der Vertragsunterzeichnung wurden die notwendigen
vertraglichen Regelungen zwischen der Stadt Siegen und dem BLB NRW
getroffen, um zunächst mit der Sanierung des Denkmals beginnen zu
können - Voraussetzung für die künftige museale Nutzung. Die
Grabstätte von Fürst Johann Mo-ritz (1604 - 1697), einer
herausragenden Persönlichkeit der nassauischen Dynastie, ist Teil des
Unteren Schlosses, das sich im Eigentum des Landes
Nordrhein-Westfalen befindet. Nach der Unterschrift bedankte sich
Stadtrat Arne Fries für die Aufgeschlossenheit und die gute
Kooperation mit dem BLB NRW im Vorfeld: "Wir wissen das Vertrauen
sehr zu schätzen, uns als Stadt Siegen dieses kulturhistorische
Denkmal zur Nutzung zu überlassen."

Mit der Sanierung der Gruft soll im Frühjahr 2020 begonnen werden,
die Kosten werden mit rund 150.000 Euro kalkuliert. Der BLB hat sich
bereit erklärt, einen Anteil zu übernehmen. Die Priorität liegt auf
der Sanierung von Wand- und Gewölbeflächen. Ab Sommer 2020 soll die
Fürstengruft dann für Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht
werden, etwa im Rahmen von Sonderführungen. 2020 wird das Untere
Schloss 300 Jahre alt. "Das Jubiläum der Fürstengruft, die in diesem
Jahr 350 Jahre alt wird, soll damit verbunden werden", erklärt Astrid
Schneider, Leiterin der städtischen Kulturabteilung.

Mit der Umsetzung des Ratsbeschlusses kann nun der Auftrag zur
Sanierung der Fürstengruft erfolgen. "Durch die Sanierung des
kulturhistorischen Denkmals soll die Fürstengruft künftig einer
breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden", so Schneider. Nur bei
Stadtführungen und jährlich beim Tag des Offenen Denkmals seien
Besichtigungen in der Vergangenheit möglich gewesen. "Künftig wird es
jedoch eigene Öffnungstermine geben, die sich speziell dem Thema
Fürstengruft widmen", sagt Astrid Schneider. Organisatorisch wird das
zusätzliche touristische Angebot an das Siegerlandmuseum angebunden.

Die Fürstengruft ist eine der bedeutendsten kulturhistorischen
Sehenswürdigkeiten der Stadt Siegen. Sie ist die letzte Ruhestätte
von Fürst Johann Moritz, der nicht nur als Landesherr in Siegen
bleiben-de Spuren hinterlassen hat. Besonders augenfällig ist das
"Goldene Krönchen" auf dem Dach der Nikolaikirche, das Johann Moritz
anlässlich seiner Erhebung in den Fürstenstand im Jahre 1652 der
Stadt Siegen und ihren Bürgern als Geschenk stiftete. Als
Generalgouverneur der Niederlande in Brasilien legte er Grundsteine
für das Wissen Europas über die Neue Welt. In Diensten des Großen
Kurfürsten von Brandenburg machte sich Johann Moritz darüber hinaus
als Pionier der Landschafts-architektur einen Namen.

Die vollständige Meldung inkl. Bildmaterial finden Sie online
unter
https://www.blb.nrw.de/BLB_Hauptauftritt/Presse/20191009/index.php



Pressekontakt:
Jörg Fallmeier
Pressesprecher
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Dortmund
Emil-Figge-Str. 91
44227 Dortmund
Telefon: 0231 99535-250
Mobil: 0173 279 5379
mailto:Joerg.Fallmeier@blb.nrw.de
http://www.blb.nrw.de

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